Warum wird dem Getreidelieferungsabkommen zwischen Russland und der Ukraine in den Medien so viel Raum eingeräumt?

Russland und die Ukraine haben Vereinbarungen getroffen,  das in den ukrainischen Häfen festliegende Getreide wieder exportierbar zu machen. Dies war zentrale, koordinierte Nachricht z.B. in Tagesschau, SZ, NDR, MDR, Zeit, Stern, DLF. Das von den SPD kontrollierte Redaktionsnetzwerk RND, das eine Vielzahl von Tageszeitungen von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, über die Leipziger Volkszeitung bis zur Ostseezeitung und ihre Anleger mit überregionalen Nachrichten versorgt, titelte dazu am 27.07.22 unter der Überschrift „Getreidelieferungen aus der Ukraine“ weiter: „Sinken jetzt die Getreidepreise?“. Die Tagesschau berichtet am 03.08.22 zur besten Sendezeit ausführlich über das erste Getreideschiff aus der Ukraine, das wieder in der Türkei angekommen ist. Warum die so dominierende Berichterstattung für ein Abkommen im Krieg, das mehr als fragil ist? Was ist der Grund dafür, daß eine Vielzahl von Medien dies Thema in dieser Weise aufgegriffen hat.

Es ist jetzt in Deutschland die Zeit der Getreideernte. Es werden  die Verhandlungen über die Getreidepreise geführt, zwischen den Erzeugern und den Abnehmern letztlich aus der Nahrungsmittelindustrie und der Futtermittelindustrie mit Landwirten, die direkt in der Ernte verkaufen. Aber es gibt eine Reihe von Landwirten, die bei niedrigen Preisen einlagern könnten. Für die Preisverhandlungen bleibt aus der medialen Hype um das Getreideabkommen, daß Getreide auf dem deutschen Markt zukünftig nicht knapp, sondern im Überschuss vorliegen kann.  Die Medien sind auf der Seite der Industrie, der Nahrungsmittelindustrie, der Futtermittelindustrie und des Handels und nicht neutral. Der DLF schreibt  von positiven Reaktionen auf das Abkommen, eine Chiffre der öffentlich-rechtlichen Sender dafür, daß etwas positiv bewertet wird.

Es wird medial eine Normalsituation auf dem Getreidemarkt vorgespielt, die durch und durch künstlich ist. Die Berichterstattung über einen äußerst  fragilen Vertrag erfüllt die Funktion, eine mögliche Getreideknappheit herunter zu spielen.

Tagesschau, DLF, SZ, Stern, Zeit und andere schreiben für billige Agrarrohstoffe!

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