Kategorie-Archiv: Agrarindustrie

Presseerklärung des Bauernbundes Brandenburg zum Verkauf eines LPG-Nachfolgers an eine Aldi- Vermögensgesellschaft!

Während die ostdeutsche Bodenpolitik und Agrarstrukturpolitik nach 1990 die Randbedingungen so gesetzt hat, daß im Osten landwirtschaftliche Großbetriebe entstanden sind, teils als LPG- Nachfolger, teils als Neugründungen von DDR- Nomenklaturkadern und so wenig bäuerliche Betriebe entstehen konnten, feierten die Linke/PDS/SED, SPD und CDU genau diese Betriebe als gewachsene, regional verhaftete Betriebe. Wie verhaftet und gewachsen genau diese Großbetriebe sind, zeigt sich daran, daß diese seit ca. 2010 in hohem Maße an ortsfremde Investoren verkauft werden. Diese haben in einigen Regionen Ostdeutschlands schon mehr als 50% der landwirtschaftlichen Nutzfläche übernommen. Und jetzt investiert auch noch eine der reichsten Familien Deutschlands, erwirbt damit Ansprüche auf Agrarsubventionen, ohne daß dies bei Linke, SPD, Grüne, FDP und CDU besondere Beachtung findet. Weiterlesen

Die Konzentration von Agrarland in den Händen weniger wurde nach 1990 politisch organisiert.

Nach der Wende etablierten sich in Mecklenburg-Vorpommern (M-V) drei große Verpächter landwirtschaftlicher Flächen: Die bundeseigene BVVG mit (1994) rund 440.000 ha Verpachtungsfläche, das Land mit fast 90.000 ha an Verpachtungsfläche und die evangelische Kirche auch mit immerhin mehr als 20.000 ha, zusammen also fast 550.000 ha, rund die Hälfte der landwirtschaftlichen Nutzfläche in M-V. Weiterlesen

Der Boden als Kohlenstoffspeicher

Einführung und Zusammenfassung

Die Emission von Treibhausgasen wie CO2 (Kohlendioxid), CH4 (Methan), N2O (Lachgas) und einer Reihe weiterer Gase führt zu erhöhten Konzentrationen klimarelevanter Gase in der Atmosphäre. Den anthropogenen Anteil an Klimaveränderungen z.B. durch die oben aufgelisteten Gase kann man durch Modellrechnungen ermitteln, in die eine Vielzahl von Parametern und eine Reihe mehr oder weniger plausibler Annahmen  eingehen.

Das öffentliche Verständnis der deutschen Bundesregierungen seit 1998, also seit dem Beginn der Diskussion über das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) kann seitdem auch für die nachfolgenden Bundesregierungen so zusammengefasst werden: Wir tun etwas gegen höhere CO2– Emissionen! Weiterlesen

Staatliche Umsiedlung soll den Niedergang der ländlichen Regionen in Ostdeutschland stoppen!

Das war die Nachricht eines Artikels von N. Doll auf Welt online, 16.6.2019.

Grundlage war ein Plädoyer des Präsidenten des Leibniz-Institutes für Wirtschaftsförderung in Halle die Subventionen für Teile der ländlichen Regionen in Ostdeutschland einzustellen und den Betroffenen  den Umzug in die Städte zu finanzieren. Weiterlesen

Warum sind die Grünen so erfolgreich?

Am 26.1. 2017 sagte die Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Grünen Göring-Eckhardt in der Diskussionsrunde bei Maybrit Illner in Bezug auf das Bundesland Niedersachsen wörtlich: „Das war verdammt viel Zeit, die dahingegangen ist, bis mal diese Massentierhaltung abgeschafft wurde.“

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Die Grüne Partei und die bäuerliche Landwirtschaft

Vorbemerkung: Keine der neben den Grünen im Bundestag vertretenen Parteien, die in den vergangenen 20 Jahren agrarpolitische Verantwortung im Bund und in den Ländern getragen haben (CDU, CSU, SPD, FDP, PDS/Linke), hat ein Interesse an einer bäuerlichen, familienbetriebenen, mittelständischen Landwirtschaft (bei der AFD wird die Zukunft erst zeigen, in welche Richtung es geht).

Die Grünen haben es geschafft, ein Gefühl, ein Image zu kultivieren, sie verträten eine mittelständische, nachhaltige Landwirtschaft. Weiterlesen

Agrarlandkonzentration in Ostdeutschland – und was eine ehemalige SED- Bezirkszeitung daraus macht!

Die Ostseezeitung (OZ), ehemalige SED-Zeitung im Bezirk Rostock, hat am 4.4. 2019 über die Agrarlandkonzentration in Mecklenburg-Vorpommern (M-V) geschrieben.

Anlass war, daß die Industriellenfamilie Fiege aus Nordrhein-Westfalen, schon Eigentümer eines 4.000 ha Betriebes in M-V, derzeit zwei weitere, große Betriebe bei Rostock übernimmt. Die OZ besinnt sich auf ihre Tradition und titelt in einem der Beiträge: „Kapitalismus pur in der Landwirtschaft von M-V.“ Weiterlesen

Überprüfung des Faktenchecks der ARD/SWR vom 20.3.2019: Wie gefährlich ist Glyphosat?

Faktencheck heißt übersetzt etwa Tatsachenüberprüfung. Das gibt es in der ARD seit einigen Jahren.Überprüfen wir diese Überprüfung anhand des Faktenchecks des SWR zur Gefahr von Glyphosat. Wer Tatsachen überprüfen will, benötigt dazu eine umfassende Kompetenz, er benötigt Integrität und Unabhängigkeit, alles Kriterien, die einstmals für Experten galten.

Der Check erwähnt die Krebsgefahr durch Glyphosat und er erwähnt die Frage, ob Glyphosat mit am Insektensterben beteiligt ist. Schließlich wird in dem ARD/SWR- Check noch kurz angerissen, daß das Bundesinstitut für Risikobewertung bei seiner Beurteilung von Glyphosat aus Monsanto-Studien abgeschrieben habe. Weiterlesen

Glyphosat – Sollte der Einsatz in der Landwirtschaft verboten werden?

Nachdem die EU-Kommission den weiteren Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft genehmigt hat, lohnt es sich einen Blick auf die Wirkungen und Nebenwirkungen dieses Totalherbizides zu werfen. Die Diskussion in Deutschland konzentriert sich vor allem um die Tatsache, daß die akute Toxizität von Glyphosat gering ist (Befürworter), und um die Tatsache, daß die WHO 2015 den Wirkstoff als vermutlich krebserregend eingestuft hat. Weiterlesen