Kategorie-Archiv: Bodenpolitik

Glyphosat – Sollte der Einsatz in der Landwirtschaft verboten werden?

Nachdem die EU-Kommission den weiteren Einsatz von Glyphosat in der Landwirtschaft genehmigt hat, lohnt es sich einen Blick auf die Wirkungen und Nebenwirkungen dieses Totalherbizides zu werfen. Die Diskussion in Deutschland konzentriert sich vor allem um die Tatsache, daß die akute Toxizität von Glyphosat gering ist (Befürworter), und um die Tatsache, daß die WHO 2015 den Wirkstoff als vermutlich krebserregend eingestuft hat. Weiterlesen

Agrarlandkonzentration  oder breite Streuung landwirtschaftlichen Eigentums !

Die negativen Auswirkungen der Landkonzentration (Landgrabbing) können nur dann angemessen verstanden und beschrieben werden, wenn auch die Gegenstruktur, eine Agrarstruktur mit breiter Eigentumsstreuung mit betrachtet wird.

Der Vergleich in dieser Hinsicht zwischen Westdeutschland, der ehemaligen Bundesrepublik und Ostdeutschland, der ehemaligen DDR liegt nahe. Weiterlesen

Agrarlandkonzentration in Ostdeutschland – Landgrabbing in den Medien

Mittlerweile wird dieses Thema auch von etablierten Medien aufgegriffen, aber auf welch einem niedrigen und interessegebundenem Niveau.

Man kann die Beiträge zum Landgrabbing in Deutschland daraufhin prüfen, ob folgende Frage gestellt wird:

Warum gibt es in Ostdeutschland (und Osteuropa) eine ausgeprägte Konzentration von Ackerland in Händen weniger, aber nicht in Westdeutschland (und Westeuropa)? Weiterlesen

SUBVENTIONIERTER RAUBBAU – Der Abschied von der bäuerlichen Landwirtschaft in Deutschland

Ein Beitrag  zum Abschied von der bäuerlichen Landwirtschaft, der zuerst im Frühjahrsheft 2018 der Zeitschrift Tumult – Vierteljahresschrift für Konsensstörung unter dem Obertitel „Subventionierter Raubbau“ erschienen ist: TUMULT_Fruehjahr18_GERKE

Wird Landgrabbing in Ostdeutschland doch noch einmal zu einem Thema der Medien in Deutschland?

In der Ostseezeitung (OZ), einer der größeren Tageszeitungen in M-V erschien am 20.03. 2018 als Titelbeitrag: „Konzerne kaufen den Bauern in M-V die Äcker weg.“

Und Erstaunliches war zu lesen: das Thema Ackerlandkonzentration (Landgrabbing) wurde in einer ostdeutschen Tageszeitung tatsächlich kritisch beleuchtet. Weiterlesen

Entschließung des EU-Parlaments zu: Aktueller Stand der Konzentration von Agrarland in der EU: Wie kann Landwirten der Zugang zu Land erleichtert werden?

 

Verabschiedet am 27.4. 2017!

Berichterstatterin dieser Entschließung zur Agrarlandkonzentration in der EU ist das SPD Mitglied Maria Noichl, die am Tag der Verabschiedung auch eine Presseerklärung zu diesem Thema veröffentlichte. Weiterlesen

Landwirtschaft in Deutschland im Licht von Regulation und Deregulierung

Warum sollten sich heute noch viele mit Landwirtschaft in Deutschland beschäftigen? Die Landwirtschaft hier trägt kaum noch 1 % zur Gesamtwirtschaftsleistung bei, stattdessen ist die Landwirtschaft hoch subventioniert, – von den fast 60 Milliarden € an jährlichen EU-Agrarbeihilfen gehen mehr als 6 Milliarden an die deutsche Landwirtschaft. Weiterlesen

Die Umdeutung der Geschichte – das Beispiel der DDR-Landwirtschaft und ihrer Transformation nach 1990

In Ostdeutschland, auf rund einem Drittel der landwirtschaftlichen Fläche des wiedervereinigten Deutschlands, hat sich nach der Wende ein landwirtschaftlicher Großgrundbesitz herausgebildet, der alles an Größe in der Geschichte Deutschlands übertrifft. Mehr noch, diese ostdeutsche Landwirtschaft wird seit einigen Jahren in verstärktem Maße von externen Investoren aufgekauft, also von Investoren, die nicht mehr mit dem Ort des Wirtschaftens verbunden sind. Es erfolgt ein Ausverkauf der ostdeutschen Landwirtschaft, der in einigen Regionen schon mit über 30 % schon weit fortgeschritten ist. Und diese Entwicklung geht weiter. Diese Entwicklung ist nicht vom Himmel gefallen, sondern ist zurückzuführen auf zentrale politische Entscheidungen und Weichenstellungen nach 1990. Weiterlesen

Zur langjährigen Lobbypolitik des Deutschen Bauernverbandes (DBV) in Ostdeutschland – Ein Interview mit Helmut Born (DBV- Generalsekretär von 1991- 2013) in Agrar-Europe vom 12. 10. 2015

Zur Einordnung von Born
Born war, nach seiner Zeit als stellvertretender Generalsekretär ab 1991 Generalsekretär des Deutschen Bauernverbandes, der im Westen eher konservativ, das Leitbild des bäuerlichen Familienbetriebes vertrat. Dieser Verband begann schon frühzeitig, während der Wende in der DDR mit deren Organisation „Vereinigung der gegenseitigen Bauernhilfe“ (VdgB) eine enge Zusammenarbeit.
Zur Geschichte des VdgB
Die VdgB war die Organisation der SED, ohne die die Zwangskollektivierung der Landwirtschaft in der DDR nicht zu verwirklichen gewesen wäre (Bastian, 2003). In der DDR wurden noch Mitte 1959 mehr als 55% der landwirtschaftlichen Fläche von Familienbetrieben bewirtschaftet, trotz der vielfachen Repressionen, denen sich die Bauern der DDR durch den SED-Staat vor allem seit 1952, aber beginnend schon ab 1948 ausgesetzt sahen. Weiterlesen

Vortrag im Rahmen einer Tagung des Forums Justizgeschichte am 25.9. 2015 in Wustrau, Brandenburg unter dem Thema: Beitritt, Wiedervereinigung, feindliche Übernahme? Das Inkrafttreten des Grundgesetzes in der ehemaligen DDR und seine juristischen Folgen

Das Thema des eigenen Vortrages war: Der Umgang mit der Bodenreform der SBZ, nach 1990 in der vereinigten Bundesrepublik!

Die Konsequenzen der verweigerten Restitution oder Partialrestitution sind weitreichend. Und es waren nicht juristische zwänge, die eine Restitution verhindert haben, sondern politische Erwägungen, die eine weitreichende Konservierung von Teilen der DDR-Agrarstruktur im Osten der vereinigten Bundesrepublik zur Folge hatten. Zwei weitreichende Konsequenzen seien hier einleitend aufgeführt: Weiterlesen